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Entwirrung – Mentaltraining: Was es ist und wie es geht

Entwirrung – Mentaltraining: Was es ist und wie es geht

November 2, 2015 12:37 pm0 comments

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Das sogenannte Mentaltraining, wie es häufig im Internet kursiert, ist im Grunde nichts anderes als die Verwendung unserer Vorstellungskraft um sich auf bestimmte Situationen und Abläufe vorzubereiten.

Ursprünglich wurde das Trainieren von Abläufen und Techniken durch wiederholtes, gedankliches Vorstellen im Sport und in der Musik eingeführt und hat auch nachweislich zum Beibehalten, bzw. zur Verbesserung, von hohen, technischen Niveaus beigetragen.

Was in der Sportpsychologie also schon länger ein bekanntes, erfolgreiches Mittel zur Verbesserung der physischen und geistigen Reaktionen ist, hat nun auch vermehrt Anwendung in der Psychosomatischen Therapie als auch der allgemeinen Psychologie gefunden.

Durch das Vorstellen von herausfordernden Situationen und deren wiederholte, imaginäre, erfolgreiche Bewältigung kann das Selbstbewusstsein des Trainierenden gestärkt werden und sogar dabei helfen, Ängste und Phobien in der Realität zu überwinden.

Ein jeder wird mit Fantasie und der Fähigkeit geboren, sich Dinge vorzustellen, die aus einer Kombination aus dem bereits Erlebten bestehen.

Wir kennen die Technik des Mentaltrainings auch sehr gut aus unserer alltäglichen Erfahrung. Etwa wenn wir uns Sorgen über mögliche Situationen in der Zukunft machen oder uns ausmalen wie manche Dinge in der Vergangenheit anders gelaufen wären, wenn wir uns anders entschieden hätten etc. Je nachdem können diese Vorstellungen uns folglich emotional bedrücken (Sorgen) oder auch positiv stimulieren (Vorfreude).

Es gibt hier in der Psychologie zwei Unterscheidungen im Mentaltraining:

  • Das dissoziative Mentaltraining, bei dem man als externer Beobachter auf sich selber schaut, so als würde man sich selbst im Fernsehen betrachten
  • Das assoziative Mentaltraining, bei dem man, wie in der Realität gewohnt, in seiner eigenen Haut bleibt und die entsprechenden Situationen durchlebt, also aus der Ich-Perspektive

Das dissoziative Mentaltraining bietet größere, emotionale Distanz und kann gerade für Anfänger des Mentaltrainings hilfreich sein.

Im Allgemeinen wird dem Trainierenden empfohlen, sich vor dem Training mittels Atemtechniken zu entspannen, da so Körper und Geist aufnahmefähiger sind.

Praktisches Beispiel

Man schließt seine Augen und ruft sich ein mögliches, bevorstehendes Streitgespräch vor Augen. Nun kann man im Geiste alle möglichen Diskussionen und Wörter durchexerzieren und ‚trainieren’, solange bis man zufriedenstellende Argumente und einen zufriedenstellenden Ausgang des Gesprächs erreicht hat.

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