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Erosionsschutzmatten

Erosionsschutzmatten

September 11, 2019 10:11 am0 comments

Erosionsschutzmatten benötigen vor allem Landwirte, auch Gärtner setzen sie manchmal ein. Vor allem Flächen, die ungeschützt Wind und Wetter ausgesetzt sind, müssen als stark erosionsgefährdet gelten und benötigen daher diesen Schutz.

Bergerosion

Arten von Erosionsschutzmatten
Generell lässt sich die Erosion mit natürlichen oder künstlichen Vliesen unterbinden, doch in der Garten- und Landwirtschaft kommen praktisch nur natürliche, biologisch abbaubare und kompostierbare Materialien zum Einsatz. Beispiele wären:

Kokos-Vliese:

  • Kokos-Vliese: Sie bestehen zu 100 % aus chemisch unbehandelten Kokosfasern und zersetzen sich vergleichsweise langsam (zum Beispiel langsamer als Jute). Daher dienen sie dem Erosionsschutz im Land- und Wasserbau, wo sie in der Regel über rund vier Jahre durch natürliche Verrottung abgebaut werden. In dieser Zeit entwickelt sich auf den geschützten Flächen die Vegetation, die durch die Matten wachsen kann. Es gibt Kokosvliese und -matten in verschiedenen Gewebestärken, die je nach Oberflächenbeschaffenheit des Geländes zu wählen sind. Kokosmatten

Jute-Matten

  • Jute-Matten bestehen aus vollkommen unbehandelter (auch nicht gebleichter) Jutefaser. Gerade durch Jute-Matten wachsen neue Pflanzen optimal, weil das Gewebe eine einzigartige Struktur aufweist, die wiederum mit der Festigkeit von Jute zu tun hat. Deren Gewebestränge in der Matte wirken wie Mini-Dämme. Daher kann Wasser ungehindert ablaufen, ohne dass dabei Boden ausgeschwemmt wird. Das durchnässte Gewebe schützt wiederum neu wachsende Pflanzen vor dem Austrocknen und dämmt Temperaturschwankungen ein. Ein weiterer Vorteil ist die gute mechanische Anpassungsfähigkeit von Jute. Die Matten lassen sich daher locker auch auf sehr unebenem Gelände verlegen.

Kombinationsmatten:

  • Kombinationsmatten: Wenn auf Feldern soeben die Ansaat erfolgt ist, eignen sich Kombinationsmatten aus Stroh, Heu und Kokos. Sie fördern das Saatgut bei seiner schnellen Keimung. Gleichzeitig kondensiert die Feuchtigkeit besser im Boden. Kombinationsmatten können Sie z.B. hier kaufen.

Begrünungsmatten mit enthaltenem Saatgut:

  • Begrünungsmatten mit enthaltenem Saatgut: Erosionsschutzmatten können gleichzeitig die Begrünung unterstützen, wenn sie Saatgut enthalten. Sie sind dann 10 – 15 mm dick, das Material ist entweder nur Kokos oder ein Gemisch aus Streu, Heu und/oder Kokos. Während des Herstellungssprozesses der Matten wird in diese Saatgut eingestreut, hinzu kommt eine Mulchfolie. Bei der Art des Saatgutes gibt es keine Grenzen. Manche Besteller – Gärtner oder Landwirte – liefern sogar ihr eigenes Saatgut an, das zu ihren lokalen Gegebenheiten passt.

Warum sind Erosionsschutzmatten so wichtig?
Ohne diese Matten wäre auf vielen Böden kein wirksamer Erosionsschutz möglich. Das würde zu einem verheerenden Abtrag von wertvollem Boden führen, bis die Fläche nicht mehr nutzbar ist. Diese Erosion entsteht durch Wind und/oder Wasser. Die Landwirtschaft ist auf Erosionsschutz obligatorisch angewiesen, Gärtner beugen ebenfalls mit Vliesen für die Beete vor, teilweise werden auch nicht kultivierte Böden geschützt. Es gibt auch menschliche Eingriffe, die zu Erosion führen. Dazu zählen unter anderem:

  • Freilegung von Flächen durch Rodung (zu landwirtschaftlichen Zwecken)
  • Flurbereinigung
  • Anlage völlig vegetationsfreier Ackerflächen
  • Bodenverdichtung durch Tritt (Vieh, Tourismus) oder schwere Landmaschinen
  • Asphaltierung und Betonierung mit der Folge eines schnelleren Wasserabflusses über benachbarte Böden

Allerdings gibt es auch so viel natürliche Erosion, dass gerade freie, nicht vor Starkwinden geschützte Flächen immer gefährdet sind. Daher bleiben Erosionsschutzmatten unverzichtbar.

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